Die Hotellerie in Deutschland steigert ihren Umsatz bis Juni um 2,7%

Deutsche Hotelunternehmen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres ihre Gewinne gesteigert, berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis) mit Sitz in Wiesbaden heute. Der Umsatz in der Hotellerie verzeichnete zwischenzeitlich ein Plus von 2,7%, was real einem leichten Plus von 0,5% entsprach.

Auf der anderen Seite musste dieser Wirtschaftszweig, der einige Zeit vom Konsum profitierte, im Juni einen Rückschlag hinnehmen, da der Umsatz real um 0,7% zurückging.

Für die Erstellung der Statistiken hat Destatis Unternehmen der Branche mit einem Mindestumsatz von 150.000 Euro (ca. 166.000 US-Dollar) pro Jahr konsultiert.

Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Guido Zöllick, sagte, dass die Verbraucher trotz der jüngsten wirtschaftlichen Abschwächung Deutschlands nicht den Wunsch verlieren, zu reisen und zu gehen.

Die Branche stehe jedoch zunehmend vor Herausforderungen: “Positive Verkaufszahlen sollten nicht zur Täuschung führen”, warnte er.

Zöllick betonte, dass Zunftunternehmen Schwierigkeiten haben, Mitarbeiter zu finden, und dass sich die steigenden Betriebs- und Personalkosten negativ auf die Leistungen auswirken.

Die deutsche Lebensmittelgewerkschaft (NGG) ist hingegen der Ansicht, dass der Mangel an Arbeitskräften auf die dringende Notwendigkeit zurückzuführen ist, die Bedingungen für die Berufsausbildung und das Gehalt zu verbessern, damit die Zahl der an den Berufen interessierten Personen wieder zunimmt des Sektors.