Air Baltic zahlt massive Entschädigungen

Entschädigungen für 385 Passagiere werden ausbezahlt

 

Skycop erkämpft massive Entschädigungszahlungen von Air Baltic

 

Air Baltic lässt zahlreichen Passagieren endlich die ihnen zustehende Entschädigung zukommen. Der Flugrechteexperte Skycop war gegen Air Baltic wegen unbezahlter Flugentschädigungen, die die EU-Verordnung 261/2004 bei Verspätungen und Ausfällen vorsieht, vor Gericht gezogen. Das Unternehmen leitete allein in Litauen 207 Gerichtsverfahren gegen die lettische Fluggesellschaft ein. Nach einem langwierigen Rechtsstreit unterstützte schließlich auch das Gericht die Forderungen von Skycop. Die fraglichen Fälle summieren sich auf rund 120.000 Euro an nicht geleisteten Entschädigungszahlungen für 385 Passagiere. Weitere Verfahren sind noch in Polen und Lettland anhängig.

“Nach einem heftigen Kampf vor Gericht haben sich Skycop und Air Baltic schließlich auf einen Weg geeinigt, die Fälle beizulegen und die Zahlung der Entschädigungen vorzunehmen. Skycop wird die Zahlungen an die Passagiere abwickeln, sobald Air Baltic das Geld überwiesen hat”, so Nerijus Zaleckas, der Anwalt, der die Interessen von Skycop und den Passagieren vor Gericht vertritt. Air Baltic fliegt von zahlreichen Flughäfen in Deutschland die baltischen Hauptstädte Riga, Tallinn und Vilnius an.

 

“Solche Fälle verändern die Einstellung der Fluggesellschaften. Unternehmen wie Skycop arbeiten gemäß der geltenden EU-Verordnung 261/2004 – und sie sind diejenigen, die die Fluggesellschaften davon überzeugen, das Gesetz einzuhalten. Davon profitieren am Ende alle Fluggäste”, erläutert Zaleckas.

Skycop betont, dass zunächst immer eine außergerichtliche Einigung angestrebt wird. Klagen werden nur erhoben, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt, zu einer Einigung zu kommen. Derzeit reicht das Unternehmen 160 Klagen gegen eine Fluggesellschaft in Polen ein. Weitere Rechtsstreitigkeiten laufen in Spanien oder stehen auch in Deutschland kurz vor dem Beginn. Derzeit ist der Flugrechtespezialist in Gerichtsverfahren gegen Air Baltic, Ryanair, Swiss Air Lines, Iberia, Vueling, Enter Air, Smartwings Polen, Ukraine International Airlines und weitere Fluggesellschaften involviert.